«O Haupt voll Blut und Wunden»

Veröffentlicht am: 31.03.22 | Keine Kommentare

Blut bedeutet Leben. Es fasziniert den Menschen seit jeher. Auch von der Kreuzigung Jesu wird oft in blutigen Bildern gesprochen. Der neue «Kirchenbote» stellt sich zu Ostern die Frage: Geht das auch mit weniger Blutpathos? Oder wie Mel Gibson in einem Interview sagte: «Ohne Zweifel hätte es auch gereicht, wenn Gott ein paar Tropfen weniger vergossen hätte.»

Über einen Monat dauert der Krieg in der Ukraine bereits an. Überall sehen wir in den Medien Bilder, wo aktuell Blut fliesst. So viel unnötiges Leid, das entsteht. als ob es auf der Welt nicht schon genug Probleme gäbe, die es zu lösen gilt.

Gewalt erzeugt Gegengewalt, immer schon, wie auch viele biblische Erzählungen bezeugen.

Jesus geht einen gewaltfreien Weg und er braucht unsere Hände, unsere Füsse, unsere Augen, unser Herz. Unsere geschwisterliche Liebe und unser Mitgefühl für alle, die plötzlich in den Studel dieser humanitären Katastrophe geraten sind.

Blut als Symbol, darauf kann ich im Moment gut verzichten.  Umso mehr tröstet mich eine Friedenstaube, die ich ans Fenster meines Arbeitszimmers gehängt habe.

 

Geschrieben von Friederike Herbrechtsmeier


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